| Die Torfstiche im Bayerischen Wald
Sonntag, 06. September 2015
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282. Veranstaltung
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Buchvorstellung und bodenkundliche Exkursion
Referent: Fritz Pfaffl, Zwiesel
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Nach Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren sind in Flachwassermulden in Norddeutschland bei Hannover,
Bremen und Oldenburg und im bayerischen und österreichischen Voralpenland durch Verlandung viele
Nieder- und Hochmoore entstanden.
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Moore zählen zu den kostbarsten und schönsten Lebensräumen Bayerns und es gibt sie überall dort, wo
es sehr nass ist und abgestorbene Pflanzen wegen des Sauerstoffmangels nicht zersetzt werden
können. Im Laufe der Zeit bildet sich so eine Torfschicht, die pro Jahr etwa einen Millimeter wächst
und
die in Bayern eine Mächtigkeit bis zu 10 Metern erreichen kann.
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Schon ab 1787 versuchte man im Alpenvorland Brennstoff aus den vielen Mooren für den Hausbrand, zum
Beheizen von Schmelzöfen der Eisenhütten und Sudkesseln der Rosenheimer und Traunsteiner
Salinenwerke zu nutzen. Die Bayer. Staatseisenbahnen verwendeten bis 1899 heimischen Torf zum
Beheizen ihrer Lokomotiven.
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Aus den großflächigen Mooren bei Haidmühle im Dreisessel-Gebiet wurde ab 1923 bis 1959 Brenntorf für
die Stadt Passau, für die Dampfmaschinen in den Steinbrüchen des Ilztales und zum Beheizen der
Sudkessel der Lang-Brauereien in Jandelsbrunn und Freyung und der Passauer Brauereien gewonnen.
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Fritz Pfaffl, Zwiesel
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(Die
Einladung dazu als PDF zum Download, 60 kB)
Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am 10.10.2024.
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